Architektonisches Konzept
Der kompakte, dreigeschossige Neubau basiert auf einem klaren quadratischen Grundraster von 1,40m und wird als flexibler Skelettbau ausgebildet. Die reduzierte Erschließung mit zwei Treppenhäusern und einem zentralen Lichthof ermöglicht eine hohe Flächeneffizienz und wirtschaftliche Grundrisse bei gleichzeitig hoher räumlicher Qualität durch natürliche Belichtung und visuelle Vernetzung. Die Baukosten liegen bezogen auf die Nutzflächen deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt für Schulgebäude.
Das Erdgeschoss bildet mit Foyer, Mensa, Forum und Jugendcafé einen gemeinschaftlichen Schwerpunkt, der schulische und öffentliche Nutzungen miteinander verknüpft. Das „JuCa“ bleibt dabei als eigenständige Institution mit eigenem Zugang ablesbar, während durch die wechselseitige Nutzung der Räume eine hohe funktionale Effizienz erreicht wird.
In den Obergeschossen sind die Lernbereiche als Cluster organisiert. Klassenräume, Differenzierungsbereiche und gemeinsame Mitten bilden offene Lernlandschaften mit hoher Transparenz, kurzen Wegen und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.
Der Baukörper fügt sich durch Maßstäblichkeit, Kubatur und Materialität in die umgebende Bebauung ein. Die Fassadengliederung folgt dem konstruktiven Raster und interpretiert den ortstypischen Klinkerfarbton in einer vorgefertigten Betonfassade.